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Veranstaltung 

Mike Stern & Didier Lockwood Band Gliwice, Poland 2015
Titel:
Mike Stern & Didier Lockwood Band Gliwice, Poland 2015
Wann:
28.10.2016 20.30 h
Kategorie:
cinema by step

Detail-Info

Mike Stern & Didier Lockwood Band
Gliwice, Poland 2015

Didier Lockwood (* 11. Februar 1956 in Calais) ist ein bedeutender französischer Jazz-Geiger und Komponist. Stéphane Grappelli und Jean-Luc Ponty würdigten sein Können bereits 1979 symbolisch, als sie ihm die Geige überreichten, die Michel Warlop an Grappelli und dieser wiederum an Jean-Luc Ponty weitergegeben hatte - eine Art Iffland-Ring der Jazzgeiger.
Nach einer zunächst klassischen Geigenausbildung auf dem Konservatorium in Calais, dann ab dem sechzehnten Lebensjahr an der École Normale de Musique de Paris entdeckte er die freie Improvisation für sich und trat mit 17 Jahren der Rockgruppe Magma bei, der er bis 1978 angehörte. Dann spielte er mit Christian Vander und Jannick Top in der Band Fusion. Mit 21 wurde er von Stéphane Grappelli entdeckt und orientierte sich zunehmend zum Jazz. Durch Konzerte beim Jazz Festival Montreux (1975 und 1978), in Castellet (1976), in Antibes und bei den Donaueschinger Musiktagen (1978), Auftritte mit der eigenen Rock-Gruppe Surya und mit Jazzmusikern wie Grappelli einem breiteren Publikum bekannt geworden, gelang ihm Ende der 1970er Jahre der internationale Durchbruch. Für die Rhythmusgruppe seines Debütalbums 1979 konnte er ein Staraufgebot verpflichten. Im gleichen Jahr gab er mit Wolfgang Dauner ein Gedenkkonzert für Zbigniew Seifert, dessen Spiel ihn stark beeinflusste. In den 1980er Jahren gastierte er weltweit auf wichtigen Festivals, darunter 1980 Jazz Yatra Bombay oder das Newport Jazz Festival. Mit Philip Catherine und Christian Escoudé spielte er 1983 ein Trio-Album ein, mit Martial Solal 1993 ein Duo-Album. Bereits 1985 ging er für einige Jahre nach New York City, ein zweites Mal 1994.

Er hat über 30 Alben veröffentlicht und über 3000 Konzerte gegeben. In den letzten Jahren ist er auch als Komponist tätig: ein Violinkonzert Les Mouettes, eine Jazz-Oper Journal d'un Usager de l'Espace II, ein Klavierkonzert, ein weiteres Violinkonzert für Maxim Wengerow, eine Oper Libertad.

Er spielte gemeinsam mit bekannten Jazzmusikern unter anderen mit: Dave Brubeck, Billy Cobham, Stéphane Grappelli, Miles Davis, Michel Petrucciani, Herbie Hancock, und Mike Stern.

Mike Stern gehört zu jener raren Spezies an Musikern, die mehrere Stile traumwandlerisch beherrschen. Aufgewachsen mit der Musik der Beatles und stark beeinflusst von der Gitarrenarbeit eines Jimi Hendrix, eines Eric Clapton und eines B.B. King, ist Stern auch nach seiner Hinwendung zum klassischen Jazz, ausgelöst durch Hörerlebnisse mit Granden wie John Coltrane, McCoy Tyner und Bill Evans, ein Virtuose zwischen den Idiomen. Sterns Gitarrenarbeit geht an die Grenzen. Einerseits ist es ihm möglich, interessante Lärmkaskaden in ausufernd expressiver Manier vom Gitarrenbrett zu hacken, andererseits liebt er die große Unmittelbarheit gehaltvoller, impressionistisch lackierter Sounds, die ihn als würdigen Interpreten in der lyrisch-introvertierten Wes-Montgomery- und Jim-Hall-Schule ausweisen. Egal ob erdiger Funk, kammermusikalischer Exkurs, wütende Rock-Attitüde, verspielter Fusion-Sound oder ganz einfach Straight-Ahead-Jazz: Den 1953 geborenen Stern kann jeder engagieren, der einen Ausnahmegitarristen braucht. Davon machten u. a. Blood, Sweat & Tears, Billy Cobham, Miles Davis (mit ihm spielte Stern zu Anfang der 80er Jahre drei Alben ein), Jaco Pastorius sowie die Saxophon-Asse Michael Brecker und Joe Henderson Gebrauch. Eng befreundet mit anderen Gitarristen, liebt es Stern, mit Kollegen wie John Scofield und Bill Frisell, aber auch mit Vorbildern wie Jim Hall und Pat Martino gepflegte Konversation zu üben.

 



 

Eintritt:

frei !
 

Veranstalter:

kulturzentrum zoom