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Veranstaltung 

Andy Irvine Group (USA) Digging That Funky Blues
Titel:
Andy Irvine Group (USA) Digging That Funky Blues
Wann:
30.11.2013 20.30 h
Kategorie:
blues by step

Detail-Info

Andy Irvine Group (USA) Digging That Funky Blues
CD RELEASE Europe tour 2013

Andy Irvine - Bass, vocals
Johnny O. - Guitar, vocals
Marco Fuliano - Drums

Der Titel zeigt die deutliche Marschrichtung dieses außergewöhnlichen Albums. Wer immer noch dem Vorurteil frönt, Blues Rock lebe vom ewigen Wiederholen der stetig gleichen Melodiephrasen, wird hier mit Nachdruck eines Besseren belehrt. Die Betonung liegt auf ‘Druck’!
Die E-Gitarre, seit Urzeiten die solistische Ikone des Genres, spielt hier auch eine wichtige Rolle. Die Einflüsse eines Johnny Winter und eines Alvan Lee sind unüberhörbar und auch der gute, alte Stan Webb lugt verstohlen aus dem musikalischen Hühnerstall hervor. Die Soli, die hier von Multiinstrumentalist Irvine und dem Kompagnon Johnny O. eingestreut werden, sind knackig und inspiriert, aber der eigentliche Star im Instrumentarium der vorliegenden Aufnahmen ist und bleibt der Bass.
Nun sind Blues-Basser ja gemeinhin jene stillen Typen, die in sich gekehrt, ruhig am Bühnenrand stehen und lässig die dicken Saiten zupfen - nicht so Andy Irvine. Er ist de facto der Derwisch im Universum der Bassisten. Ob er nun vier- oder fünfsaitige Vertreter der Tieftonklampfen traktiert, stets ist sein Spiel geprägt von variantenreicher Melodik und von atemberaubenden Licks. Der Groove der Stücke reicht von federnd bis ausufernd. Kommen dann noch, wie im treibenden Titelstück, die Funkelemente hinzu, werden die Songs endgültig zu ekstatischen Angelegenheiten.
Der Maestro beherrscht alle Spielweisen, die der Bass so zu bieten hat. Das zumeist nur als Begleitinstrument genutzte Saitenholz wird hier gründlich entstaubt - oder sogar entfesselt. WennIrvine dann noch zu flinkem Slapping wechselt, ist das Ausflippen fast schon garantiert.
Dennoch ist “Diggin’ That Funky Blues” weitaus mehr als die virtuose Nabelschau eines genialen Instrumentalisten. Die solistischen Exzesse stehen alle im Dienste des Gesamteindrucks, die Songs selbst sind keine reinen Vehikel für die Selbstdarstellung des Bandleaders.
Die Stilpalette reicht von fröhlichem Goodtime-Rock à la Blues Brothers (”Call Me Cornbread”) bis hin zu Muddy Waters-Reminiszenzen wie “Woke Up From A Dream”. Ja - wenn der gute Andy den Blues hat, dann richtig - mit ‘ner Knarre in der Hand aufgewacht, im Kopf schwirren Whisky und Selbstmordgedanken um die Wette. Doch am nächsten Morgen ist da ein Engel, der dem Gebeutelten doch wieder Lebensmut gibt.
Die Scheibe ist höchst homogen im Klang und die Tracks ertönen, als wären sie live eingespielt. Neben den brillanten Soli verleihen einige dezent eingestreute Bläsersätze, sowie das trockene, aber fließende Drumming den Stücken zusätzlichen Pep. Traumwandlerisch spielt sich die Combo durch den Blues, den sie mit Versatzstücken aus Funk und Soul garniert und auch die ein oder andere vertrackte Jazzharmonie veredelt das klangliche Menü.
Ein in hohem Maße mitreißender Silberling - dem kann sich selbst der geschockte Folkfreak nicht entziehen. Und kaum spürt er das Kitzeln von Andy Irvines Bass im Bauch, tanzt er schon durch die Bude, fegt die Splitter des Bierglases in den Kehricht und genehmigt sich erst Mal ‘nen Whiskey! Ausnahmsweise American Style - mit Eis! Bei jedem echten Irlandfan ist das verpönt - doch diese pulsierenden Losgehnummern aus den Staaten sind derart heiß… da braucht man was zum Abkühlen!
 



 

Eintritt:
€ 19.- /15.- /12.-

Veranstalter:

kulturzentrum zoom