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events by step

Veranstaltung 

Franc Rasinger - Die Bildsprache und die Worte
Titel:
Franc Rasinger - Die Bildsprache und die Worte
Wann:
30.08.2013 - 20.10.2013 20.00 h - 00.00 h
Kategorie:
exhibition by step

Detail-Info

Franc Rasinger
Die Bildsprache und die Worte
Vernissage - mit musikalischer Umrahmung "Prapotnice"

Geboren am 13. Jänner 1950 in St. Peter. Besuchte  das Slowenische Gymnasium, wo er 1968 maturierte.  Von 1969 bis 1970 absolvierte er  die Pädagogische Akademie in Klagenfurt. Bis 2003 Lehrer an zweisprachigen Volksschulen. Autodidakt. Lebt und arbeitet in St. Peter bei St. Jakob im Rosental.

Rojen 13. januarja 1950 v Šentpetru. Obiskoval slovensko gimnazijo in jo leta 1968 zaključil  z maturo. Pedagoško akademijo obiskoval leta 1969 in 1970 v Celovcu. Do leta 2003 služboval na dvojezičnih  osnovnih šolah. Samouk. Živi in dela v Šentpetru pri Šentjakobu v Rožu.

Samostojne razstave / Einzelaustellungen:
2004 Šentpeter/St. Peter, Žihpolje/Maria Rain
2005 Tržič
2006 Dol pri Ljubljani
2006 Celovec/Klagenfurt
2007 Jesenice (Kosova graščina)
2008 Tržič
2009 k & k Šentjanž/St. Johann
2009 Muzej »Peršman« 2010 Šoštanj 2011 Schloss Gundersdorf

Franc Rasinger
9184 St. Jakob/Šentjakob, St. Peter/Šentpeter 6
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Franc Rasinger je slikar, ki je poznan po eksperimentiranju z razlicnimi slikarskimi tehnikami in materiali, ki mu omogocajo ustvarjenje znacilnih vecplastnih vizualnih sporocil, kjer odzvanja zgodovinska preteklost  v odnosu do druzbene sedanjosti.

Franc Rasinger ist ein anerkannter Maler mit einem umfangreichen, in die Geschichte und das gesellschaftliche Umfeld fokussierten Opus. Glagolitische Schriftzeichen treten als dazugehörige Einheit in seiner künstlerisch- bildnerischen Arbeit auf. Für den Autor sind dies nicht nur Zeichen und Worte auf der Leinwand, sondern auch eine leise Musik, in der seine Philosophie in der künstlerischen Arbeit nachklingt. Wenngleich die Mehrheit der Menschen diese Zeichen nicht versteht, erfühlt sie jedoch gerade durch sie die Gefühle und die Beunruhigung des Autors. Der Maler wünscht mit den vorgestellten geschichtlichen Antithesen auf seiner Leinwand den Betrachter zum Nachdenken über seine eigene Identität und über das Umfeld, in dem er lebt, anzuregen. Dem Autor liegt nicht die Versöhnlichkeit der Zeche am Herzen, wo die Künstler sich gegenseitig Loblieder sin- gen, sondern fordert von jedem Einzelnen die Aufrichtigkeit. Diese persönliche Note spiegelt sich auch in seinen Kunstprodukten wider, denn vom Beschauer verlangt er viel mehr als nur oberflächliches Verständnis und die Bejahung. Vom Liebhaber der Kunst wünscht er sich eine Diskussion, eine kritische Debatte über die Erörterung und Behandlung der vorliegenden Themen. Rasinger ist ein Maler, bekannt durch sein Experimentieren mit verschiedensten Maltechniken und Materialien, die ihm das Erschaffen von charakteristischen mehrschichtigen visuellen Botschaften ermöglichen und wo die geschichtliche Vergangenheit im Bezug zur heutigen Gesellschaft näher gebracht wird. Weitere Forschungen an der Maloberfläche führten ihn zur Zusammenstellung des Motivs aus segmentierten – sowohl vertikalen als auch horizontalen – Leinwandstücken einzelner figuraler Gruppen und damit in die unmittelbare Nähe der Collage- Technik. So baut der Künstler aus einzelnen bildnerischen Stücken selbständige visuelle Ordnungen, die etwas rätselhaft und assoziativ wirken. Seine bildnerische Kenntnis verwendet er für den Ausdruck der Atmosphäre, mit welcher er die Dramatik der sorgsam gewählten bildlichen Grundlage und die abgestimmte Farbleiter betont, wo im Geiste der transparenten alten Fresken, die Umrisse weiblicher und männlicher Gestalten zu erkennen sind, – die Hauptträger der Erzähl- kunst des Autors. Archaische Gestalten schimmern durch ein Spinnennetz altertümlicher Veredelung, die dem Beobachter jenen Funken vermitteln, der ihn zur Kontemplation führt, bzw. zum Verständnis des Autors beiträgt. Sehr oft fügt er mit warmen Nuancen und leicht skizzenhaft ausgewählten figuralen Gruppen einen Hauch an Ri- tualität hinzu. Das ist der traditionelle rote Faden des Autors, auf welchen er seine erkennbaren Gestalten aufbaut, ungeachtet des ästhetischen Geschmacks der Betrachter, der in den meisten Fällen gesellschaftlich bedingt ist. Franc Rasinger ist also ein Künstler mit einem großen kulturellen Horizont, besitzt Feinfühligkeit für soziale und an- dere menschliche Probleme. Die Lichtdurchlässigkeit seiner Bilder, ausgeführt im Moment künstlerisch-geistiger Katharsis, widerspiegelt ausgezeichnet seine Beziehung zur heimatlichen Erde. Seine Erzählungen verwandelt der Autor mit Hilfe glagolitischer Schriftzeichen in verschlüsselte Botschaften, die größtenteils nur ihm verständlich sind. Maria Cvetek hat über die in Versen berühmter Dichter auf die Leinwand aufgedruckte glagolitische Buchsta- benschrift Rasingers geschrieben: »Die ausgesuchten Worte sind ›eingehämmert‹ mit reicher Symbolik Jahrhun- derte langer Bemühungen um das Bestehen auf den Barrikaden des Slowenentums. Das ist der Ruf nach Freiheit, nach Schönheit, nach Recht und Gerechtigkeit und allen jenen grundsätzlichen Werten, die die Menschen ethisch und moralisch verbinden.« Die figuralen Szenen aus der slowenischen Geschichte sind wie Wegweiser durch real fixierbare Ereignisse, die als Produkt Rasingers Erkenntnis, seines Fühlens und seiner grundlegenden Werte zu sehen sind. Der Autor bietet uns seine kritische Sicht zur erörterten Motivik in Kombination mit den Gefühlen der kärntnerischen Scholle, weil er uns die heutige, aktuelle gesellschaftliche Realität vor Augen führen will. Das Wesentliche seines bildnerischen Schaffens ist eine außergewöhnliche Einheit und Kontinuität zwischen dem Bild und dem Wort. Rasingers Bilder sind so in seinem künstlerischen und bildnerischen Ausdruck zur Kommuni- kation zwischen Vergangenheit und Gegenwart geworden. Aljaž Pogačnik, Kunsthistoriker  
.   Übersetzung Tonči Schlapper
 



 

Eintritt:
frei !

Veranstalter:

kulturzentrum zoom