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Veranstaltung 

RAGTIME Regie: Miloš Forman
Titel:
RAGTIME Regie: Miloš Forman
Wann:
16.03.2012 21.00 h
Kategorie:
cinema by step

Detail-Info

RAGTIME
Regie: Miloš Forman

RAGTIME
Ein junger schwarzer Pianist zerbricht an seiner Sehnsucht nach Gerechtigkeit während der »Ragtime«-Ära am Vorabend des Ersten Weltkriegs, als der Schmelztiegel New York vor Gewalt, Betrug und Rassenspannungen überkochte. Coalhouse Walker will nicht zur Kenntnis nehmen, dass ihm zwar als Musiker die Tür zu finanziellem Erfolg offen steht, ihm aber jene zu gesellschaftlicher Anerkennung als Farbigem dennoch verschlossen bleibt. Da er für die böswillige Verschmutzung seines Autos durch weiße Rassisten statt juristischer Genugtuung nur Demütigung erfährt, steigert er sich in die Rolle eines Michael Kohlhaas hinein, der das weiße Establishment attackiert und als Outlaw endet.

Trotz der respektablen Länge des Films sind der literarischen Vorlage, einem kaleidoskopartigen Zeit- und Sittenbild, nur einige Episoden und Motive entnommen, die um die Hauptfigur kreisen. In dem zwischen opulentem Kostümgenre, politischem Traktat und psychologischem Kammerspiel pendelndem Opus brilliert der Veteran James Cagney in seiner letzten Rolle als Polizeichef.

USA 1981
BUCH: Michael Weller nach dem Roman von E. L. Doctorow KAMERA: Miroslav Ondrícek
SCHNITT: Anne Coates, Anthony Gibbs, Stanley Warnow
MUSIK: Randy Newman
DARSTELLER: Howard Rollins, James Cagney, Brad Dourif, Elizabeth McGovern, Kenneth McMillan, Booker Washington, Norman Mailer, Mandy Patinkin, Debbie Allen, Mary Steenburgen, James Olson, Donald O’Connor, Pat O’Brien, Robert Joy
LÄNGE: 155 Minuten

Zum 80. Geburtstag von Miloš Forman:

Miloš Forman (* 18. Februar 1932 in Čáslav, Tschechoslowakei; eigentlich Jan Tomáš Forman) ist ein tschechischstämmiger US-amerikanischer Regisseur, dessen Arbeiten mit zwei Oscars ausgezeichnet wurden.

Formans Kindheit ist gekennzeichnet durch den frühen Verlust seiner Eltern. Die Mutter starb im Konzentrationslager Auschwitz, der Vater in Buchenwald. Der Junge war Augenzeuge ihrer Verhaftung durch die Gestapo. Verwandte und Freunde der Eltern zogen ihn groß. Nach dem Krieg ging der Waisenjunge in Poděbrady in eine Internatsschule; einer seiner Klassenkameraden war Václav Havel. Dort kam er zum ersten Mal mit dem Theater in Berührung und begeisterte sich für die Filme von Charles Chaplin, Buster Keaton und John Ford.

Miloš Forman studierte an der Prager Filmhochschule FAMU und war Anfang der 1960er Jahre einer der tonangebenden Vertreter der Neuen Welle, der früh einen eigenen, vom Cinéma vérité beeinflussten Stil entwickelte. Bereits sein erster abendfüllender Spielfilm Der schwarze Peter (Cerný Petr), die Geschichte eines unangepassten Teenagers, wurde ein Erfolg auf mehreren Filmfestivals. Der Film brachte Forman einerseits Kritik durch die kommunistischen Machthaber ein, andererseits ermöglichte er ihm seine erste Amerika-Reise. Der Feuerwehrball (Horí, má panenko) übte kaum verhüllte Gesellschaftskritik: Der Film handelt von einem Fest, auf dem wegen tölpelhafter Einmischung der Funktionäre alles schiefläuft. Der Film wurde verboten.

Als der Prager Frühling durch den Einmarsch von Truppen des Warschauer Paktes niedergeschlagen wurde, war Forman gerade in Paris, um über seinen ersten amerikanischen Film zu verhandeln. Sein tschechisches Studio behauptete, er habe das Land illegal verlassen und zwang ihn so zur Emigration. Forman ging in die Vereinigten Staaten und nahm 1975 die amerikanische Staatsbürgerschaft an. In seiner neuen Heimat begann er eine erfolgreiche Karriere. Zur Verärgerung der Tschechoslowakei war sein erster amerikanischer Film Taking Off der offizielle US-Beitrag auf den Internationalen Filmfestspielen von Cannes.

1975 wurde seine Verfilmung von Ken Keseys Roman Einer flog über das Kuckucksnest (One Flew Over the Cuckoo's Nest), produziert von Saul Zaentz, mit fünf Oscars ausgezeichnet, Forman erhielt seinen ersten Regie-Oscar. Noch erfolgreicher war die auch von Zaentz produzierte filmische Umsetzung von Peter Shaffers Theaterstück Amadeus. Bei der Oscarverleihung 1985 gewann der Film achtmal, Forman gewann seinen zweiten Regie-Oscar.

http://de.wikipedia.org/wiki/Milo%C5%A1_Forman





Eintritt:
frei!

Veranstalter:
kulturzentrum zoom