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o. Univ.-Prof. Mag. Karlheinz Miklin
Karl-Böhm-Interpretationspreisträger 2008


Der Ruf von Graz als Jazzstadt ist untrennbar mit dem Namen Karlheinz Miklin verbunden. Als einer der profiliertesten Jazzmusiker Österreichs leitet er seit Jahrzehnten drei international erfolgreiche Jazz-Ensembles. Als langjähriger Leiter der Jazzabteilung an der Grazer Musikhochschule (heute Kunstuniversität Graz) hat er durch sein hingebungsvolles persönliches Engagement das Institut aus dem engen akademischen Alltagsbetrieb zu einem offenen, international hoch angesehenen und vernetzten Jazz-Department geführt. Der Musiker Karlheinz Miklin zeichnet sich vor allem durch seine intuitive Balance zwischen unmittelbarem künstlerischen Zugang und distinguiertem Ausdruck aus, sowohl als versierter, expressiver Holzbläser (Saxophone, Bassklarinette, Alt-Flöte) wie als unprätentiöser Komponist. Und nicht zuletzt durch einen über lange Zeit entwickelten persönlichen Sound als Wesenszeichen jeder jazzmusikalischen Individualität großen authentischen Formats. Das Karlheinz Miklin Trio ist in den dreißig (!) Jahren seines Bestehens längst zu einer österreichischen Spitzenband avanciert, die vom JVC Jazzfestival in New York über die Festivals in Istanbul und Moskau bis zum indischen Yatra Jazzfestival in Bombay große Erfolge feiern konnte und keine Vergleiche mit amerikanischen Vorbildern zu scheuen braucht. Ein Trio, das nicht zuletzt durch seine Beständigkeit und musikalische Kontinuität als Inbegriff des modernen Jazz in Österreich gilt. Mit dem Starbassisten Ron McClure und wechselnden US-Spitzen-Schlagzeugern arbeitet Miklin weiters seit über zwanzig Jahren in einem formidablen Quartett. Die glühendste musikalische Leidenschaft verbindet KHM jedoch mit der Musik Südamerikas, aus der bereits 1984 seine argentinische Band hervorgegangen ist, mit der er regelmäßig in Südamerika und Europa auf Tournee geht. Das Oeuvre von Karlheinz Miklin ist auf nicht weniger als 30 eigenen Platten bzw. CDs und zahlreichen weiteren Aufnahmen als Solist dokumentiert. Internationale Reputation erlangte Karlheinz Miklin auch als Leiter der Jazzabteilung an der Grazer Musikhochschule (heute Kunstuniversität Graz). In seiner 18jährigen Amtszeit hat er die Institution musikalisch und didaktisch geöffnet, in dem er mit großem Einsatz für seine legendäre Reihe „Graz Meeting“ unzählige Konzerte mit Starsolisten, renommierten Gastdozenten und Studenten organisierte und das gleichnamige Festival aufbaute. Mit seiner Exklusivität an Musikern in Verbindung mit dem didaktischen Hintergrund war dieses Festival einzigartig in ganz Europa.

Daneben hat Miklin das Grazer Jazz-Department in eine zentrale Position eines internationalen Netzwerks für Jazz(hoch)schulen geführt. Er holte schon im Jahr 1993 den Weltgipfel dieser International Association of Schools of Jazz (IASJ) nach Graz und wurde 2004 schließlich zu deren Präsidenten gewählt. Die diesjährige Entscheidung für einen Jazzmusiker soll generell ein kulturpolitisches Zeichen sein, das die Bedeutung des Jazz in der Steiermark hervorhebt und dessen Hauptstadt international seit langem und weit über die einschlägige Szene hinaus als Jazzstadt wahrgenommen wird.

Im Besonderen fiel die Wahl auf Karlheinz Miklin, weil er unter den vorgeschlagenen, am Jazz orientierten Musikern der ausgewiesenste Jazzer ist und als solcher einer, der sich sowohl als Pädagoge und Institutsleiter wie auch als Musiker internationale Reputation erworben hat. Diese Kriterien kanalisierten sich in einer konstruktiven Diskussion in zügiger Einvernehmlichkeit zu der Ansicht, dass entschiedene musikalische Identifikation im Verein mit internationalem Format und Ansehen im Sinne des beschlossenen kulturpolitischen Zeichens solchen Leistungen und Verdiensten vorzuziehen sei, die aus der gleichzeitigen Arbeit in mehreren verschiedenen musikalischen Bereichen resultieren. Dass Karlheinz Miklin (geb. 1946) zudem künstlerisch am Höhepunkt seiner Karriere steht und musikalisch aktiver denn je ist, gab ihm letztlich auch gegenüber jüngeren Kanditaten den Vorzug.

Die Jury: Mag. DDr. Gabriele RUSS als stv. Vorsitzende von Herrn LH-Stv. Dr. Flecker Univ. Prof. Günter FRUHMANN Dr. Ernst GROHOTOLSKY Otmar KLAMMER Dekan o. Univ.-Prof. DDr. Gernot KOCHER Univ.-Prof. Edward Anthony PARTYKA Mag. Christian SCHEIB Rektor Univ.-Prof. MMag. Dr. Georg SCHULZ


Karlheinz Miklin, Heiri Känzig, Billy Hart

Miklin schöpft nicht nur äußerst flexibel, geschmackssicher aus dem breiten Materialfundus des Jazz, er benützt diesen im harmonisch entgrenzten Kontext des Saxophontrios als Ausgangsbasis für klischeefreie Gedankengänge von sinnlicher Originalität.
„Jazz Podium“

...schöpfen aus dem reichen Fundus der Miklinschen Kompositionen, die den jazzigen Horizont mit freejazzigem, monkischem und zum Abschluss inspiriert dargebrachtem Standardrepertoire zum Erglühen bringt.
„Jazzzeit“

...zeigt erneut, dass sich Treue zum Working – Group – Gedanken bezahlt macht. Homogen und elastisch skizziert Miklin pittoreske Klanglandschaften.
„Der Standard“

Hier sind drei geniale Musiker am Werk, die einander in- und auswendig kennen. Es fehlt an nichts, schon gar nicht an einem Harmonieinstrument.
„Concerto“

Auffällig ist der Dialog mit dem Free Jazz samt seinen Folgen und die Distanz zum Bebop. Alles swingt ohne Behinderung bis zu bester Befindlichkeit, unbegrenzter Wechsel und bewundernswerte Wirkungen inbegriffen. Kompliment!
„Oberösterreichische Nachrichten“

Das Spiel der Drei scheint von elementaren Naturkräften gelenkt. In den langen Intros zu den einzelnen Kompositionen werden ausgedehnte Klangerkundigungen unternommen, Räume tiefer Spiritualität eröffnet.
„RheinPfalz“ (Deutschland)




Andy Manndorff Trio: "You Break It - You Own It"
Paradigmenwechsel.

Jahre lang suchte Gitarrist Andy Manndorff sein künstlerisches Glück im Sperrigen. Auf seinem neuen Opus „You Break It -You Own It" hat sich der ehemalige Schüler des legendären Saitenvirtuosen Harry Pepl hingegen der Annäherung an die Stille, der Suche nach unverwandter Schönheit verschrieben. Dabei hat sich sein grundsätzlicher Musizierzugang des Extemporierens erhalten, bloß dass die Improvisationen dem Leisen zugetan sind. Sein aktuelles Trio weist mit dem Bassisten Achim Tang und dem Schlagzeuger Reinhardt Winkler zwei bewährte Sidemen der hiesigen Szene auf, die sich bedenkenlos in dieses impressionistisch flackernde Abenteuer stürzten. Allein an Titeln wie „Organic And Fair" und Heart Disciplines The Head" ist die Stoßrichtung des „neuen" Andy Manndorff auszumachen. Und obwohl nun das Melodische dominiert, wirkt das Ausgefranste auf attraktive Weise immer noch untergründig nach.
09.05.2008, SAMIR H. KÖCK, Die Presse - Schaufenster, www.diepresse.com


derStandard.at | Kultur | Musik
Der Nische entkommen
Gitarrist Andy Manndorff mit Trio im Porgy & Bess Wien – Da darf man den Hut ziehen: Andy Manndorff hat seine Angespeistheit über den Umstand, seit Jahren trotz durchdachter und auch wohlformulierter Programme ("Hakoah", "Matter And Motion" etc.), trotz Wohlwollens von medialer und Veranstalter-Seite doch nur zu einem Nischenpublikum zu sprechen, in produktive Energien umgemünzt. Und das Experiment gewagt, sich zugänglich zu geben, ohne dafür den Preis des Verlusts persönlicher Authentizität zu zahlen.Klingt gefährlich nach Quadratur des Kreises, töntim Zuge der neuen CD You Break It – You Own It (Universal) nicht nur unbedenklich, sondern höchst erfreulich. Intelligente, ausgeklügelte Grooves(Reinhardt Winkler), in denen die Jazztradition mit Inspirationen aus der NuJazz-Elektronik verschmolzen wird, ein klangfetter, dialogstarker Bass (Achim Tang), der zwischen kraftvollen Basisformeln und kontrapunktischer Linie changiert, und ein entspannter Gitarrist, der zwischen den formalen Sammelpunkten weite Bögen schlägt und im Detail doch stets dem unkalkulierbaren Moment verpflichtet bleibt: Ja, diese Übung, exemplarisch in The Submarine That Wouldn’t Say Down zelebriert, ist gelungen. Auch wenn daraus kein hitparadenverdächtiger Breitensport werden wird. (…)Über Andy Manndorffs CD werden sich in einigen Monaten möglicherweise auch die Juroren des Hans-Koller-Preises unterhalten.
Andreas Felber, DER STANDARD/Printausgabe, 15.04.2008, www.derstandard.at


(..) So ziemlich exakt das Gegenteil tut das Mandorff Trio – und es tut gut daran: Auf „You Break It – You Own It“ (Universal) hat sich Andy Mandorff die ihm nicht völlig fremde Neigung zum epischen Noodling untersagt; übermäßige Eloquenz wird schon von seinen kongenialen Partnern im Zaum gehalten: Achim Tang (b) und Reinhardt Winkler (dr) verleihen auch binnenbewegter Zappeligkeit übergreifenden Flow und sorgen dafür, dass dieses extrem kontrollierte Album dennoch abhebt. „Clear Music“ heißt eine Nummer. So ist es!
Klaus Nüchtern im Falter | Wien 13/2008 vom 26.3.2008
www.falter.at


Manndorff geht sorgsam mit dem neueren Jazzerbe um und bewahrt sich dabei seine individuelle Sprache. Ein Album zum Öft-Hören!
Martin Gasser, Steirer Krone, Printausgabe 02.04.2008, www.krone.at


 
Wolfgang Puschnig - Fulsome

„Als 1987 Steve Coleman, angelockt durch die ‘outesten’ Licks, schließlich Wolfgang Puschnig im Hotelzimmer vorfand, hatte dieser bereits beschlossen, sich vom virtuosen Saxophonspiel und vom VAO zu trennen. Mit seinem Bekenntnis zur einfachen Melodie und zu außereuropäischen Grooves inspiriert Puschnig seit Jahren erfolgreich den internationalen Jazzzirkus.“ (mathias rüegg, 02/94)

Betrachtet man die unterschiedlichen Aktivitäten dieses Ausnahmemusikers, dann kann man schon leicht den Überblick verlieren. Carla Bley Big Band, Samul Nori, Alpine Aspects, Chants, Duo mit Paul Bley, Jandln mit Wolfi Berger und Jon Sass, eine Pirchner-Hommage mit Herbert Joos und Michel Godard, Grey mit Steve Swallow und Billy Hart, Horns in Tradition mit Harry Sokal, Saxofour, Pat Brothers und und und. Daneben gilt er noch als gefragter Pädagoge und als ebensolcher Gastsolist.

Und nun noch ein ganz neues Projekt – „Fulsome“:
„Für mich sind musikalische Interaktion der einzelnen Musiker und Musikerinnen sowie die Balance im Gesamtspektrum innerhalb einer Gruppe entscheidend, egal ob es sich dabei um tonale oder atonale Musik handelt. Musik ist Klang. Sei es nun das Rauschen eines Radios oder der Sound einer ‘schräg’ klingenden Band - der Kontext, die Beziehung in der einzelne Elemente und Ereignisse zueinanderstehen, ist maßgeblich für daraus folgende Interpretationen und ‘meta-musikalische’ Betrachtungen. In erster Linie aber geht es mir um die Vermittlung von sich stets wandelnden Zuständen künstlerisch-musikalischer Energie.“ (Wolfgang Puschnig)
www.kunstplus.com



Kultiger Keller mit großer Strahlkraft

Promotion im Kunstraum Step in Völkermarkt: Im ersten Bestandsjahr 104 Veranstaltungen der verschiedensten Sparten.

Viele Stufen mussten die Gäste am Freitag zum „Lokalaugenschein“ des Clubs Step in Völkermarkt nehmen. Zuvor hatte der Verein, der seine erste Jahresbilanz den Sponsoren präsentierte, ebenfalls viele Stufen, oder besser Hürden, nehmen müssen, um diese Kultureinrichtung schaffen zu können, auf die mittlerweile auch Bürgermeister Valentin Blaschitz „stolz“ ist. Und der Kulturkeller, professionell mit Bühne, Licht und Tontechnik ausgestattet, hat mittlerweile einen Ruf als grenzenlose Spielstätte weit über Kärnten hinaus.
Die Palette der Kultursparten, die hier geboten werden, reicht von Jazz über Jugendkonzerte und Schulprojekte bis hin zu Kabarett, Literatur und Bildender und Darstellender Kunst. Insgesamt 104 Veranstaltungen gingen seit der Eröffnung im Oktober 2007 über die Bühne – darunter mit Weltstars wie Jamaaladeen Tacuma, Nguyen Le, Dave Liebman oder Enrico Rava, um nur einige zu nennen.

Kleine Zeitung 25.11.2008, Hubert Budai, www.kleinezeitung.at


 
Vom Step in Völkermarkt quer durch Österreich.
Primus Sitters und Christian Maurers Quartett startete gestern Tournee im Step.

Die Premiere ihrer Österreich-Tournee feierte gestern das Quartett von Primus Sitter (Gitarre) und Christian Maurer (Saxophone) mit Jack Walrath (Trompete)m Marc Abrams (Bass) und Herbert Pirker (Drums) im Club Step in Völkermarkt. Sitter und Maurer verbindet seit 2005 die Zusammenarbeit im „Upper Austria Jazz Orchestra“ und so kamen sie auf die Idee ihre beiden Musikwelten in einer Quartettformation zum Ausdruck kommen zu lassen. Mittlerweile ist mit Walrath ein Quintett entstanden, das gestern mit spannenden Kompositionen die Zuhörer im Step aufhorchen ließ. Bereits am Mittwoch haben die Musiker dem Programm im Step den letzten Feinschliff gegeben und fühlten sich bei ihren Probearbeiten im Jazzkeller wie zu Hause. Bestens betreut wurden sie dabei vom Step-Team. Nach der gelungenen Premiere in Völkermarkt geht es nach Graz.

Kleine Zeitung, 18. April 2008, www.kleinezeitung.at



Kinder als Musical-Stars.

Schüler der Alpen Adria Volksschule Völkermarkt präsentierten das Musical „Leben im All“ im Kulturzentrum Step.

Das Motto „Weltall“ stand am Anfang eines Schulprojektes der 4B der Alpen Adria Volksschule und 4. Klasse Montessori. Die Schüler lasen dazu Bücher, informierten sich im Internet und sahen sich Filme an. Die Lehrerinnen Katja Zikulnig und Sabine Novak informierten sich ebenfalls und stießen im Internet auf das Musical „Leben im All“.
Sie befanden es für eine gute Idee, dieses Stück als krönenden Abschluss für das Projekt einzustudieren. Mitte Februar begannen schließlich die Proben. Neben den Proben kümmerten sich Schüler, Lehrer und Eltern um die Dekoration und die benötigten Kostüme. Volksschuldirektorin Anna Dreier unterstützte das Vorhaben.
Ursprünglich war eine Aufführung im Turnsaal geplant, eher im kleinen Rahmen. „ Da der Vater eines Mitwirkenden dem Team des Kulturzentrums STEP in Völkermarkt angehört, wurde die Idee geboren, die Aufführung im STEP durchzuführen“, berichtet Zikulnig und fährt fort: „Die Räumlichkeiten sind unglaublich, das Ambiente für ein Musical ideal“.

Kärntner Woche, 30. April 2008, Evelin Irschitz, www.woche.at



Marc Ribot's Ceramic Dog: "Party Intellectuals"


Todo el Mundo es Kitsch: Der umtriebige New Yorker Gitarrist Marc Ribot hat mit seiner neuen Band und dem aktuellen Album eine seiner besten Arbeiten veröffentlicht
Eine Woche vor einem "Heimspiel" in der New Yorker Knitting Factory stellte Marc Ribot seine jüngste CD "Party Intellectuals" mit der Band Ceramic Dog im kleinen aber feinen Club "Step" in Völkermarkt in Kärnten vor. Ribot brachte dafür seine Harmony Stratotone, eine von Gitarren-Aficionados hoch geschätzte Kaufhausgitarre aus den 50er Jahren mit.
Den knochentrockenen, vor sich hinstolpernden Tonkaskaden, mit denen Marc Ribot mehrere Alben von Tom Waits, beginnend mit "Rain Dogs" (1985), geprägt hat, verdankt der New Yorker Gitarrist einen großen Teil seiner Bekanntheit. Seine Arbeit als gefragter Sideman für Größen wie Elvis Costello, Marianne Faithful, T Bone Burnett und zuletzt Robert Plant & Alison Krauss macht indessen nur eine Facette im musikalischen Universums des keine Genregrenzen respektierenden Eklektikers aus.
"Womit ich vor allem assoziiert werde, ist eine Art Anti-Rock, der statt auf Power Chords auf Dünnheit und Zerbrechlichkeit setzt", gab Ribot in Anais Prosacis schöner Filmdokumentation über ihn, "The Lost String", zu Protokoll. Seinen ironisch gebrochenen, zitierfreudigen Gitarrenstil entwickelte Ribot im Umfeld der New Yorker Avantgarde-Szene der 80er Jahre, unter anderem als Mitglied von John Luries Lounge Lizards. Bis heute arbeitet Ribot regelmäßig mit dem Saxofonisten und Komponisten John Zorn zusammen.
Karl Gedlicka, derStandard.at, 17. August 2008, www.derstandard.at

CD Tipp: Marc Ribot's Ceramic Dog: "Party Intellectuals" (Enja Records 2008)